Die Überfahrt als Teil des Tages erleben
Betrachten Sie die Fähranlegestelle als Oase statt als Hindernis. Indem Sie die Überfahrten als eingeplante Pausen nutzen, verwandeln Sie einen notwendigen Transfer in erholsame Reisezeit.
An der westlichen Küste endet die Straße an der Wasserlinie. Seit über einem Jahrhundert verbinden doppelendige Fährverbindungen abgelegene Halbinseln. Für Reisende bietet diese vorgeschriebene Pause etwas Seltenes auf modernen Straßenreisen: zwanzig Minuten, in denen Sie völlig frei vom Lenken, Schalten und Spurhalten sind.
Die zwei Betriebsmodelle im Überblick
| Verkehrskategorie | Typische Routen | Reservierung erforderlich? | Zahlungsweise |
|---|---|---|---|
| Hauptstraßenfähren | E39-Überfahrten (z. B. Lavik–Oppedal, Anda–Lote) | Nein. Wer zuerst kommt, fährt zuerst mit. | AutoPASS-Transponder, FerryPay oder Rechnung über das Kennzeichen |
| Landschaftliche Seitenstrecken | Geiranger–Hellesylt, Gudvangen–Flåm | Ja, von Juni bis September unbedingt erforderlich. | Online-Vorausbuchung mit festem Fahrzeugplatz |
| Inselverbindungen | Rundfahrten zu Gemeinden im äußeren Schärengarten | Gelegentlich telefonisch in verkehrsschwachen Zeiten. | An Bord beim Schaffner oder mit regionaler Verkehrskarte |
Schritt für Schritt: Verhalten an der Anlegestelle
Die Ankunft an einer Fähranlegestelle verläuft ruhig, wenn Sie den üblichen Ablauf kennen:
Das Verfahren an der Anlegestelle
- Wählen Sie Ihre Wartespur: Die Terminals haben nummerierte Spuren auf dem Asphalt. Füllen Sie zuerst Spur 1; ist sie voll, rücken Sie nacheinander auf Spur 2 vor. Fahren Sie nicht über die Spurtrennlinien.
- Motor abstellen: Stellen Sie in der Warteschlange sofort den Fahrzeugmotor ab. Lassen Sie den Motor nicht im Leerlauf laufen, während die Innenraumklimaanlage Abgase zu den offenen Fenstern hinter Ihnen bläst.
- Einweisung beim Verladen: Befolgen Sie strikt die Handzeichen des Decksmanns. Sie gleichen die Gewichtsverteilung des Schiffes aus; folgen Sie den Anweisungen und fahren Sie dicht an das Fahrzeug vor Ihnen heran.
- Handbremse im Gang: Stellen Sie das Fahrzeug ab, ziehen Sie die Handbremse fest und legen Sie den ersten Gang ein (oder P). Vibrationen der Fähre bei kabbeliger See können dazu führen, dass sich das Fahrzeug bewegt.
- Auf in den Salon: Verlassen Sie Ihr Fahrzeug, gehen Sie die Treppe im Inneren hinauf und genießen Sie frische Waffeln und den offenen Wind auf dem Oberdeck.
Elektrischer Antrieb und ruhige Überfahrten
Moderne batterieelektrische Fähren ersetzen nach und nach die älteren Dieselschiffe. Ihre nahezu lautlose Fahrt lässt Sie das Rauschen von Wasserfällen hören, die hunderte Meter entfernt in das Salzwasser stürzen. Bitte respektieren Sie diese Stille: Halten Sie Telefonate kurz und genießen Sie die Natur um Sie herum.